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Unterwegs auf Borneo

Auf Sulawesi

Mit Wolfram Mucha

Am Prembanan (Java)

Lesung in Bad Sachsa

Lesung (Kassel OK)

Unterwegs in Burma
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"Lesender Autor"

"Reisender Autor"
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Posthum
Noch
zwei oder drei Jahrzehnte, bestenfalls,
dann
bin ich mausetot, rattentot, aber
berühmt.
Ein
großer Dichter starb uns weg und
wir
werden seiner immer eingedenk und
zwei
namhafte Verlage streiten sich
um die
Herausgabe meiner gesammelten Werke
in
grobgestricktem Leinen.
Reich-Ranicki,
einhundertundfünf Jahre alt,
und
immer noch gefürchtet von gefiederten Poeten
wird
dem Vernehmen nach, das
Nachwort schreiben.
Büchergilden
und Lesegemeinschaften
bewerben
sich um Nachdruck
meiner
zu Lebzeiten unveröffentlichten,
jedoch
hell-, weit- und klarsichtigen Schriften,
welche
stets, so der greise Redner an meinem Grab,
den
Finger an die Wunden der Zeit legten.
Meine
Erben kramen
in den
Schubladen meines chaotisch-unordentlichen Schreibtisches und
fördern zutage:
Briefe, Fragmente, Gedankensplitter,
auf
Löschblatt und Handzettel geschmierte Rezepte. Literaturagenten
stehen Schlange und
entreißen meinen Enkeln jedes
Gekritzel und
selbst
der vertrocknete Popel,
handsigniert
auf Büttenpapier,
ist untrügliches
Zeichen
meiner nimmer
endenden Kreativität.
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Ich
vermarkte mich recht gut nach meinem Tode.
In den
Bücherregalen von Hinz und Kunz
seh ich
mich stehen zwischen
den
Klassikerausgaben Konsaliks und Goethes
gleich
neben dem Videosampler:
der
besten John Grisham - Verfilmungen.
Ab und
zu begutachte ich,
posthum
natürlich, die Auszüge
meines
Sonderkontos "Literatureinnahmen".
Dann
freue ich mich,
einerseits,
daß ich
nun mit der Steuererklärung nichts mehr zu tun habe.
Andererseits
aber
bin ich
schon ein bißchen traurig,
daß ich
mir,
posthum,
gar
nichts mehr leisten kann,
von all
dem Geld,
daß ich
verdiene.
Aus: "Alles Schwindel"
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Autorenportrait
Geschrieben
habe ich eigentlich „schon immer“. Was man auf-schreibt, erlebt man zweimal. Die ersten 'selbstverliebten Gedichte erschienen in der Abiturzeitung,. Ein
Romanfragment "Auf Messers Schneide" landete Mitte der Fünfziger auf
Walter Höllerers Schreibtisch und wurde von dem damaligen Literaturpapst fast
des Abdruckes in den "Akzenten" für würdig befunden.
Meine frühen Geschichten
handelten häufig v on alten Männern, Vereinsamten, Stoppelbärtigen, und Hinkendendie das Leben nicht zu meistern wußten. Jeder von
ihnen trug schwer an einer Prothese.
EineLiteraturgruppe entstand in Mainz und eine Zeitschrift,"fragment" wurde herausgegeben:". Sie bestand vier Jahre lang. Es gab Lesungen und Texte in Anthologien. "Junge Autoren aus Rheinland
Pfalz."
Einen Verleger zu finden war auch damals schon schwer. Also
wuchs der Stapel der Manuskripte in der Schublade.
Ich
wurde älter und reifer und bog ein in den Pfad bürgerlicher Tugenden: Examen,
Referendarzeit, Beruf. Ich wurde Lehrer, Vater, Ehemann, trug Verantwortung und
hatte Pflichten. Kaum Zeit zum Schreiben. Sowohl der
Beruf, als auch die Aufzucht der beiden Kinder machten Spaß.
Neue Texte entstanden: Gedichte und Kurzgeschichten. Ich
beobachtete Kollegen, Schüler, Freunde, Mitbewohner, Passanten, machte aus Erlebtem und Erfahrenem Geschichten und war überrascht, wenn sie ein gutes Ende nahmen. Meine Wut auf
mancherlei brachte ich zu Papier. Ich schenkte meinen Kindern
Gedichte und reimte Geburtstagsständchen.
Manchmal schrieb ich auch über meine Gefühle.
Ich las bisweilen im Freundeskreis vor und die
Zuhörer meinten, ich solle die Sachen doch veröffentlichen. Aber wo? Ich hatte ich Wichtigeres zu tun, als mich um die Veröffentlichung meiner literarischen Fingerübungen zu bemühen. Immerhin schickte ich Textbündel los und das eine oder andere fand eine Publikation.
1992
veröffentlichte ein kleiner Verlag ein Buch mein erstes
Buch : "Spiegelgefechte, Gedichte und Geschichten.“
Im gleichen Jahr
gab es einen Preis für die Geschichte ‚Superstau’. 1996
folgte das zweite Buch „Frau im Ohr“ mit „unalltäglichen Geschichten“. Immer noch war das Schreiben Nebensache.
Aber neben dem Lehrerberuf blieb doch noch etwas Zeit für neue Geschichten und Gedichte. Die
fanden 1998 den Weg in das dritte Buch „Alles Schwindel – Ein Sammlung von
Kurzgeschichten, Gedichten und Essays“.
Nach meiner Pensionierung 2001 wurde ich "freier Autor".
2003 erschien eine Sammlung von Gedichten „Das alte Lied“ und 2004, im Wiesenburg Verlag der
Geschichtenband "Leben und Leben lassen“.
Nach dem Eintritt in den
‚"Unruhestand" blieb auch mehr Zeit für lange Reisen und da der Wiesenburg
Verlag eine neue, erfolgreiche Sparte „Reisen und Kulturen“ aufgemacht hatte,
lag es nahe, die vielen Reiseerlebnisse der letzten Jahre in Büchern festzuhalten. So entstanden
die drei Reisebücher "Unterwegs in Südostasien“ (2006), „Unterwegs in Indonesien“ (2007) und "Unterwegs in Sri Lanka" (2008)
Für
wen ich schreibe? Für Neugierige und Nachdenkliche, für Leute, die Freude an der Sprache und am Miterleben haben und die gerne schmunzeln. Auch meine Reisebücher sind voller Anekdoten und kleinen Abenteuern. Nichts ist so
todernst, dass nicht wenigstens noch ein Lächeln darin steckt. Selbst Galgenhumor
hat etwas Befreiendes.
Wenn
ich etwas Neues geschrieben habe, lese ich es meiner Frau, meinen Kindern oder meinen Freunden vor. Früher waren die Schüler oft das kritischste Publikum. Wenn die etwas nicht verstanden, musste der Textvereinfacht werden. Das gilt heute noch genauso: Verständlich schreiben, die Dinge auf den Punkt zu bringen.
Die Reisebücher sollen neugierig und Lust machen, die Welt zu erkunden.
Ich lese gerne aus meinen Büchern vor.
Da das Hörbuch Erfolge feiert, habe ich mit meinem Freund, dem Tonmeister Rüdiger Ebel, eines gemacht: Der Autor liest ... .
2002
und 2004 gab es für meine Beiträge jeweils den ersten Preis bei der Kasseler Literaturbörse. Solche Erfolge geben Auftrieb und sind Ansporn, mehr zu
schreiben. Anlässe dazu gibt es genug.
Rüdiger Neukäter, Kassel, im Januar 2008
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